Die Energie aus der Dose kann gefährlich sein
Veröffentlicht
von
Yves Greis
am 14/12/2024 um 08:12

Derzeit ist nicht davon auszugehen, dass das Großherzogtum dem Weg Polens 🇵🇱, Litauens 🇱🇹, Rumäniens 🇷🇴 oder Lettlands 🇱🇻 folgen wird, die beschlossen haben, Beschränkungen für den Kauf von Energydrinks einzuführen. Und ganz besonders, um den Verkauf an Minderjährige zu verbieten. Luxemburg hat jedoch nicht vor, dem Ausmaß des Konsums dieser Getränke tatenlos zuzusehen. Denn abgesehen von dem Boost, den man damit erhält, sind auch die unerwünschten Wirkungen nicht zu vernachlässigen.
Für Paulette Lenert, derzeitige Abgeordnete und ehemalige Gesundheitsministerin, ist die Sorge groß. Denn Verpackung und Marketingkampagne haben es geschafft, vor allem Teenager davon zu überzeugen, auf Energydrinks zurückzugreifen. Und das, ohne unbedingt die damit verbundenen Risiken im Blick zu haben. „Ein halber Liter Energydrink allein enthält mehr Koffein, als ein Jugendlicher mit 50 Kilo oder weniger an einem Tag trinken sollte…“.
Risiko von Krämpfen, Herzproblemen und Nierenversagen, listet Paulette Lenert auf. Auch Schlafprobleme, Nervosität, Gedächtnisstörungen, Ängste, Kopfschmerzen, fügt die nunmehrige Gesundheitsministerin Martine Deprez hinzu. Und das sind nur die Auswirkungen, die die Aufnahme von Koffein (natürlich oder künstlich) mit jedem Schluck hat.
Erwartete Reaktionen
Ärzte warnen auch vor den Risiken, die der hohe Zuckergehalt dieser Getränke mit sich bringt. Martine Deprez schreibt den Dosen und Flaschen also Folgendes zu: Risiko von Fettleibigkeit, Zahnproblemen, psychischen Problemen, Störungen des Herz-Kreislauf-Systems. Und ein Tropfen Destabilisierung des Nervensystems ist auch möglich… da vergeht einem die Lust darauf, oder?
Nur zeigen die Verkaufsmengen dieser Energydrinks, dass die Gefahr nicht ernst genommen wird, insbesondere bei jungen Menschen. Wie sieht es also aus? Um freundlich zu sein, würden wir sagen, dass Luxemburg (aber auch andere Staaten) zögert, zaudert und abwartet. Abgesehen davon, dass die Frage, wie Jugendliche diese Getränke verwenden, in eine bevorstehende Studie des Bildungsministeriums und der Universität Luxemburg aufgenommen wird, ist nichts in Sicht.
Das Gesundheitsministerium versichert lediglich, dass es das Thema im nächsten Jahr bei der Ausarbeitung seiner „Präventionsstrategie“ berücksichtigen wird.
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Es ist jedoch nicht sicher, ob bis dahin die Energydrinks nicht die Gesundheit von Jugendlichen (und Erwachsenen) geschädigt haben. Genauso wenig ob die Marketingabteilungender Unternehmen bis dahin nicht neue Argumente gefunden haben, um noch mehr Verbraucher davon zu überzaugen, ihre Produkte zu kaufen und zu trinken.
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