Die Zahl der Diebstähle in Luxemburg ist in den letzten vier Jahren kontinuierlich gestiegen. Auch 2024 wurde erneut ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Das geht aus dem aktuellen Aktivitätsbericht der Police Grand-Ducale hervor.

Allerdings sank die Zahl der sogenannten „einfachen Diebstähle“ im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023. Diese Kategorie stellt den größten Anteil der Kriminalitätsfälle dar, mit denen sich die luxemburgische Polizei befasst. Sie umfasst eine Vielzahl von Delikten, darunter Treibstoffdiebstahl, Fahrraddiebstahl sowie den Diebstahl von Brieftaschen und Mobiltelefonen.

Nicht als „einfacher Diebstahl“ gelten hingegen Fälle wie Taschendiebstahl, bei dem einer Person die Tasche entrissen wird, oder Hausdiebstahl, wenn ein Angestellter eines Haushalts etwas entwendet. Solche Taten werden als „erschwerende Fälle“ eingestuft.

Erfreulich: Neben den einfachen Diebstählen ist auch die Zahl der Diebstähle unter Gewaltanwendung um mehr als 11% zurückgegangen – von 626 Fällen im Jahr 2023 auf 559 im Jahr 2024. Auch die Zahl der Raubüberfälle sank deutlich: Die Polizei registrierte 2024 weder einen Tankstellen- noch einen Banküberfall. Allerdings gab es zwei Überfälle auf Geschäfte und einen auf einen Bankautomaten.

Ein anderes Bild zeigt sich bei Fahrzeugdiebstählen: Ihre Zahl stieg sprunghaft an – von 402 Fällen im Jahr 2023 auf 589 im Jahr 2024, ein Plus von 46 %. Bei den privaten Autos war es ein Anstieg von 189 auf 260. Die Polizei zeigt mit dem Finger aus Verbrecherbanden aus den baltischen Staaten und Südosteuropa verantwortlich. Diese hätten es vor allem auf die vielen Luxusautos in Luxemburg abgesehen.

Bei den Einbrüchen verzeichnete die Polizei im Jahr 2024 einen moderaten Rückgang der Gesamtzahl der festgestellten Taten. Dies besonders bei Einfamilienhäusern. Die Polizei behauptet: ” Ein großer Teil der Einbrecher kommt aus dem Ausland, mehrheitlich aus den Balkanländern, den südwesteuropäischen Ländern, aber auch aus der Großregion.”

 

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