Im Stadion wird es bereits eng
Veröffentlicht
von
Patrick Jacquemot
am 04/04/2025 um 13:04

Das Eröffnungsspiel vor dreieinhalb Jahren, der Besuch Schwedens zu einem WM-Qualifikationsspiel zwei Monate später, die Play-offs zur Euro 2024, das Spiel gegen Portugal bei dem alle Tickets in nur 20 Minuten ausverkauft waren: Das sind nur einige Höhepunkte in der jungen Geschichte des Stade de Luxembourg. Und schon der Besuch der deutschen Elf im November wirft eine Frage auf: Ist die Ausrüstung nicht unterdimensioniert? Denn auch hier dürfte das Fußballspiel der Roud Léiwen zu Hause gegen die Deutschlandmehr als einen begeistern. Manche werden dann draußen bleiben müssen.
Sollte also breiter gedacht werden? Sollte vergrößert oder neu geordnen werden? Mit dieser Frage trägt sich der Ministers für Sport, Georges Mischo, seit seiner Ernennung. Aber der Ball ist nicht unbedingt in seinem Spielfeld. Während der Staat 40 Millionen Euro in den Bau gesteckt hat, ist es die Stadt Luxemburg, die das Stadion verwaltet. Jetzt steckt es sichtbar fest.
Das Tageblatt hat die Debatte neu entfacht. Doch seitens der Gemeinderatsmitglieder zieht man es vor, auszuweichen – Funkstille. Schon jetzt musste die Hauptstadt fast 20 Millionen Euro (!) mehr ausgeben als ursprünglich geplant. Kein Wunder, dass die Aussicht auf neue Bauarbeiten und zusätzliche Rechnungen für Zurückhaltung sorgt.
Plätze in der Hinterhand
Die Kosten für das Stade de Luxembourg sind von einem Budget von 60 Millionen auf einen realen Betrag von fast 80 Millionen Euro gestiegen. Es sind Anforderungen an die Sicherheit oder Anpassungen auf Ersuchen des Luxemburger Fußballverbands (FLF), die das Objekt teurer als erwartet machen. Ganz zu schweigen von den gestiegenen Baukosten in der Covid-Zeit…
Fest steht jedoch: In seinem aktuellen Zustand erfüllt das Stadion die Anforderungen der UEFA und von World Rugby. Beide internationalen Verbände haben sowohl die Spielstätte als auch ihre ursprüngliche Kapazität von 9.300 Plätzen offiziell anerkannt. Doch es ist bekannt, dass mehr möglich wäre…
So könnten nahezu 2.000 zusätzliche Sitzschalen im Stadion installiert werden. Das ist weder einfach noch kostenlos – aber machbar! In jedem Fall wäre dies eine vergleichsweise kostengünstige Lösung.
Auf Seiten der FLF wollen sie nicht “zu gierig” sein. Für den Präsidenten des Verbandes, Paul Philipp, kommt es nicht in Frage, die potentiellen Geldgeber eines solchen Projekts unter Druck zu setzen. Weder die Stadt, noch das Ministerium (höchstwahrscheinlich).
Also wird den Fußballfans nur mitgeteilt, dass dieses Spiel weiterhin vor ausverkauftem Haus stattfinden wird… Doch das endgültige Schlusspfiff zu diesem Thema ist noch nicht ertönt, es gibt also noch Hoffnung.
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