Baldiges Aus für Handys in Schule und Gymnasium
Veröffentlicht
von
Patrick Jacquemot
am 05/04/2025 um 08:04

Unter den rund 61.000 Grundschülern des Großherzogtums wird die Rückkehr in die Schule am 22. April einen bitteren Beigeschmack haben. Keine Handys mehr, die man in der Pause herausnehmen kann. Das Gerät muss während des Schultages komplett verschwinden, vom Beginn des Schultages auf dem Schulhof bis zum Ausgang. Schwer für Handy-Süchtige, aber unerlässlich, so das Bildungsministerium und die Abgeordneten bei der Einführung dieser Änderung.
Der Sinn dahinter ist klar: die negativen Auswirkungen von Bildschirmen ebenso wie von sozialen Netzwerken auf Kinder und Jugendliche zu begrenzen. Rund um Minister Claude Meisch wird daran erinnert, dass “wissenschaftliche Studien darin übereinstimmen: Übermäßiger digitaler Konsum führt zu psychischen Problemen, Problemen bei der körperlichen Entwicklung und einem Rückgang der schulischen Leistungen“. Das Aus für’s Handy sollte also am Ende dieser Frühlingsferien nicht zu viel sein.
Für die jüngsten Schülerinnen und Schüler entschied man sich daher, dass das Handy den ganzen Tag über ausgeschaltet im Schulranzen bleiben sollte. Auch in den Pausen und während der Schulaktivitäten. “Unter der Aufsicht des Lehrers” bleibt die Verwendung von vernetzten Telefonen oder Tablets für Bildungszwecke jedoch weiterhin zulässig. Die gleiche Toleranz wird angewendet, um den medizinischen Bedürfnissen bestimmter Schüler gegen Vorlage eines ärztlichen Attests oder von Jungen und Mädchen mit besonderen Bedürfnissen gerecht zu werden. Ansonsten bleibt es aus!
1 Gymnasium = 1 Regelung
Bei Nichteinhaltung kann dem Schülern das Smartphone weggenommen werden. Zumindest bis zum Ende des Schultages. “Im Falle einer erneuten Zuwiderhandlung werden die Eltern informiert“, warnt die Verwaltung. Und als ob das noch nicht genug wäre, ist geplant, dass diese Regeln auch für den Besuch der Kinder in der “Maison Relais” gelten.
Für Gymnasiasten (ca. + 12 Jahre) wird der Zeitplan und die Strenge ganz anders sein. So findet die “physische Trennung” zwischen Studierenden und Telefon erst ab 2️ Juni statt. Diesmal ist es also das Ende der Pfingstferien, das den “Wendepunkt” markiert.
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Es wurde vereinbart, dass jede der 40 Sekundarschulen in Luxemburg ihre eigene Satzung ausarbeiten wird. Ein Text, in dem das Ausmaß der zusätzlichen Beschränkungen (für bestimmte Altersgruppen, Zeitfenster oder bestimmte Bereiche des Betriebs) definiert wird. In dem Wissen, dass für die 54.000 Schüler die Grundregel das völlige Verschwinden eines Telefons im Unterricht sein wird.
Im Bewusstsein, dass die Reform für Teenager schwer zu schlucken sein wird, gibt das Ministerium jedoch an, dass bis zum Sommer Einzelheiten zu den von den Gymnasien eingeführten Modalitäten bekannt gegeben werden.
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