Heute ist während einer Diskussion eine Frage aufgekommen, auf die ich keine Antwort finde. Der Simulationsrechner auf guichet.lu nimmt den Bruttolohn, rechnet Werbungskosten, Sonderausgaben u.a. ab und ermittelt so die Steuerbasis. Daraus wir die Steuerlast ermittelt. Steuerlast geteilt durch Steuerbasis ergibt den Steuersatz, der auf der Lohnsteuerkarte eingetragen wird. Soweit so gut einverstanden. Aber worauf wird dieser dann monatlich angewendet? Auf das brutto abzüglich Werbungskosten und Fahrtkosten? Dann wäre die monatliche Steuerlast ja viel zu hoch. Das kann doch nur funktionieren, wenn sämtliche Sonderausgaben auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden? Ist das so? Bsp. mit fiktiven Zahlen (zur Vereinfachung nur Einkommen aus Luxemburg): Brutto 50.000 p.a., Werbungskosten 2.000 p.a, Sonderausgaben 10.000 p.a., Steuerbasis somit 38.000, Steuer 3.800 p.a., Steuersatz somit 10%; Monatliche Anwendung: 10% auf ((50.000-2.000)/12= ) 4.000 pro Monat ergibt mit eingetragenem Steuersatz 10% Steuern von 400 p.M., d.h. (12*400=) 4.800 p.a. ??? Wie soll das funktionieren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sämtliche Sonderausgaben auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden. Weiß jemand Rat? Über die spätere Steuerklärung wird alles wieder egalisiert, aber die Reform soll doch genau diese Effekte abmildern und nicht verstärken (hohe Rück- bzw. Nachzahlungen im Rahmen der Steuerklärung).
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