In Luxemburg wird nicht wenig über das Vermögen der großherzoglichen Familie gesprochen. Wenn es gerade nicht darum geht, die Verwaltung der öffentlichen Gelder, die an das Haus des Großherzogs gezahlt wurden, zu hinterfragen, ist es das Familienvermögen, das Gegenstand der öffentlichen Debatte ist. Aller guten Dinge sind drei: Jetzt muss sich der Premierminister mit dem Château de Berg befassen das dem Großherzog zur Verfügung gestellt wird.

Das Haus, das der Großherzog und seine Frau bewohnen, ist nämlich nicht sein Eigentum. Es ist seit 1934 im Besitz des Staates, wurde aber zu einer offiziellen Residenz. Und um die etwa hundert Räume des Gebäudes zu belegen und den weitläufigen Park von 22 Hektar zu genießen, wurde nach dem Krieg ein Vertrag geschlossen. Gemäß Artikel 55 der Verfassung wird des Schloss dem Großherzog zur Verfügung gestellt. Dieser muss nur einen symbolischen Euro pro Jahr zahlen… Genug, um viele Pächter auf dem Land neidisch zu machen!

Während der zukünftige Großherzog, Prinz Guillaume, beschlossen hat, das Gebäude (auf eigene Kosten) um einen Flügel zu erweitern, war die Ausstattung des Schlosses gerade Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage. Der sozialdemokratische Abgeordnete Franz Fayot wollte wissen, ob die “kostenlose Versorgung” nicht als eine Form der Sachleistung betrachtet werden sollte.

Schloss, Anwesen und Wald

Für Premierminister Luc Frieden hat die Antwort nur ein Wort: nein. Das Argument lautet, dass der Großherzog in Wirklichkeit (zumindest offiziell) “seinen Wohnsitz nicht frei wählen kann“. Sie wird ihm vom Staat zugewiesen, im Gegensatz zu den anderen persönlichen Residenzen des Großherzogs.

Auch der Großherzogliche Palast in Luxemburg-Stadt gehört dem Staat. Der Ort wird vom Großherzog nur für offizielle Empfänge und als Arbeitsort genutzt.

Nachdem die Machtübergabe an seinen Sohn am 8. Oktober stattgefunden hat, haben Henri und seine Frau Maria-Teresa bereits bekannt gegeben, dass er Berg verlassen wird. Richtung einer weiteren Burg, diesmal Fischbach. Eine Residenz, die sich gut in das Erbe der großherzoglichen Familie einfügt. Dann keine Mietsorgen… Genau wie die Domaine de Cabasson, 33 Hektar in der Provence, wo sich die Familie im Sommer zu treffen pflegt.

Zu den Besitztümern der Familie gehören auch die 850 Hektar Wald im Grünewald.

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